Donnerstag, 17. März 2022

Der Hund ist krank.

 Eigentlich merkt man so etwas einem Hund nicht an. Da er ein Rudeltier ist und weiß, dass alleine ein Rudel ihn schützt, tut er ALLES, um nicht vom Rudel ausgeschlossen zu werden.

Es ist also wichtig, den Hund genauso wie die Kinder im Blick zu haben, um RECHTZEITIG erkennen zu können, wann man mal zwei Gänge runter schalten sollte, damit Unwohlsein nicht zu einem Desaster wird.

Vorletzte Nacht fiel mir auf, dass Pico nicht normal auf mein Umhertappeln reagierte. Mir wurde bewusst, dass er nicht wie sonst, seine drei Schlafplätze im Haus benutzt hatte. Ich hab ihm also erst einmal seine Globulis gegeben und bin trotzdem mit ihm los - Hunderunde.

Und da ist er eben DAS Rudeltier. Bis zu dem Punkt, dass wir Demi treffen, ist er neben mit her geschlichen, krank getappelt und als er den sah - Schwanz hoch, Rücken gerade und die Funktion des Schutzhundes VOLL erfüllend. Er hielt die Runde super gut durch, brach aber zu Hause so dermaßen zusammen, dass er nicht einen Schritt vor die Tür setzen wollte. Die Nachbarn wird es gefreut haben, weil es so schön leise war.

Der Mann fragte, ob sein Popo sauber wäre und ich war der festesten Überzeugung, dass da nichts ist. Hatte ich natürlich in der Fellmasse des Spitzes doch übersehen und der After ist entzündet. Da er diese Nacht etwas fitter war, sieht es nach dem anlaufenden Heilprozess aus. Trotzdem bin ich mit ihm heute früh nur die Abendrunde gelaufen und sah schon - er wollte eigentlich nicht los. Er variierte auch nicht den kleinen Umweg durch die Gartenanlagen, machte sein Geschäft schnell und ließ sich einfach nach Hause führen.

Popofell war wieder beschmutzt, was ja normal ist, wenn im Darm etwas durcheinander geht, abgeduscht und der Hund verschwand sofort unter dem Stubentisch.

Soll er sich ausruhen, das heilt am Besten.

Samstag, 25. Dezember 2021

Weihnachten

Wenn die Kinder groß werden, ist es wichtig, zu Weihnachten einen Hund zu haben. 😇
Ich kaufe tatsächlich zu Weihnachten immer ein neues Spielzeug für ihn. Meistens irgend etwas mit Knoten. In diesem Jahr nur ein kurzes Knotenseil.
ABER ich hatte verloren!
Schwiegermutter kam mit einem Quietschball an und wir haben uns alle wild darüber gefreut, wie der Hund den halben Abend total verrückt mit dem Ding durch die Wohnung gewuselt ist, wenn er den nicht liegend mit beiden Pfoten festgehalten hat.
So viel Freude ist Weihnachten. ❤

Dienstag, 22. Juni 2021

Aufeinander eingehen

 

Ich wusste schon vor dem Hund, dass er ein großer Lehrmeister sein würde, auch wenn er da an sein Pferdchen gekuschelt überhaupt nicht wie ein Großmeister aussah. 😍

 
Dieses da noch winzig kleine Wesen, von dem nicht klar war ob das ein Hund, eine Katze oder ein Häschen würde, kann aber per default etwas, was wir modernen Menschen verlernt haben. 
Ein Hund will von sich aus ganz alleine wissen, wer in seiner Gruppe ist. Er studiert jeden Einzelnen und lernt ihn so kennen, wortlos. Er weiß innerhalb von kürzester Zeit super genau, wann wie schlechte Laune hat und wie sich das aus wirkt, er weiß, wie man Dinge bekommt, die man haben will, er weiß, wie er seine Ruhe haben kann, wann von ihm akute Aufmerksamkeit abverlangt wird und er weiß, was IHM wichtig ist zu tun. Und das tut er auch!
Aus verschiedenen Gründen wollte ich keine Hundeschule besuchen. Wenn ich mir das heute genau überlege und Worte dafür suchen müsste, würde ich schreiben, dass ich keinen Soldaten als Hund haben wollte. Obwohl klar war, dass Pico unter anderem dafür da ist, die fehlenden sozialen Erfahrungen der behinderten Tochter zu kompensieren.
Er ist jetzt sieben Jahre alt und bereits nach nicht einmal einem Jahr habe ich erkannt, dass mir die Führung einer Menschengruppe wesentlich leichter gefallen wäre, hätte ich von Anfang an einen Hund gehabt. 
Nein. Pico ist kein Rudelchef. 
Er könnte es sein, übernimmt die Rolle auch, wenn sein Kumpel, der der Chef ist, nicht gut drauf ist. Aber er ist eindeutig danach fertig mit sich und diesem Universum, denn er erledigt neben der zusätzlichen Aufgabe auch noch die, die er für sich selbst am Besten geeignet findet - den Schutz der Gruppe.
Heute waren wir wieder einmal einen halben Weg lang alleine unterwegs, ohne Gruppe. Ich brauche manchmal Auszeiten von Gruppen, bin ich doch seit diesem Virus doch seit mehr als einem Jahr im Dauergruppenmodus. Und mir persönlcih ist das zu viel. Auch das weiß der Hund und verhält sich in diesem meinen Auszeiten wie ein...
"Sie waren mit Ihrem Hund in einer Ausbildung, stimmt's?"
Nein, aber ich hatte wirklich zwei Situationen, in denen ich erkennen konnte, dass mir mein Hund meine Auszeit genehmigt hat.
Ich schlendere gedankenschwer den Weg entlang, erkenne in 200-Meter-Entfernung noch Claudia ohne Anne - die wohl schon wieder unterwegs war, selbstständig wie sie so ist 😁, als ein hochgewachsener Mann wie Soldat mit dieser Weggabelung verwuchs. Ich erkannte wie Pico auch einen Hund dazu - an der Leine und grundsätzlich ist mein Hund kontaktfreudig genug, euphorisch loszustürmen, um dem Weggefährten einmal "Hallo" zu sagen. Er sah den Mann, erkannte dessen Panik, verharrte in seiner Schrittgeschwindigkeit und blieb auf "Pico, an die Leine!" stehen, um sich anleinen zu lassen. Wir gingen aneinander vorbei, der Mann ordentlich erleichtert, dass mein Hund "so gut pariert hat".
Eine Weile danach, wieder im Ort, der Hund ist schon an einer Flexileine angeleint, seh ich schon einen Mann, von dem ich weiß, dass der eine Bellnase mit sich laufen hat. Ich gebe dem Hund mein Signal, zu mir wieder aufzuschließen und führe ihn so an den beiden vorbei, dass ich zwischen ihm und dem anderen (vor sich hin kläffenden) Hund bin. Die Frau, die mir entgegen kam war dann der festen Überzeugung, dass wir trainiert hätten.
Ich kann aber keinem Menschen erzählen, dass ich von meinem Hund gelernt habe, auf ihn und alle anderen Akteure in meinem Umfeld einzugehen.



Mittwoch, 13. Mai 2020

Begegnungen

Morgens, halb sieben in...
Es gibt Tage, an denen selbst gut organisierten Zeitmangelpersonen nicht gelingt, die gut durchdachte Freizeit in Form einer Hunderunde hingebogen zu bekommen. Und so habe ich heute morgen nur die klitzekleine Abendrunde mit dem Hund gemacht. Das ist ziemlich blöd, weil es da dann eigentlich so gut wie gar keinen Hundekontakt gibt.
Wir hatten heute morgen dann aber zumindest eine "Begegnung". :-)
Ich sah Shadow schon von Weitem und weil ich Shadow zwar zauberhaft schön finde, ihm sehr selten begegne, aber dank der starken Ähnlichkeit zu Pico andauernd von den Anliegern an unseren Wegen gespiegelt bekomme, wie hinterhältig der kleine süße Flüsterspitz ist, bin ich natürlich Chefin meines Hundes und nahm diesen kurz an die Leine.
Herr med*a constr*ctor führte und das ist noch einmal eine ganz andere Nummer, als wenn seine Frau oder der Sohn. Ja, er hat den Hund zum größten Teil mit ihm Büro und ja, genau da ist er DER Spitz, sitzt beim Chef auf dem Tisch bzw. auf dessen Stuhl und ist deswegen genau das, wofür man Spitze HASST - Chef. ;-)
Und genau so lief dann auch die Begegnung ab. Wir Menschen begrüßten uns freundlich, aber während ich dabei den süßen kleinen Kerl im Auge behielt, sah er mich an. Und der für andere Menschen gespiegelte Hund - Shadow hat aber kleinere Ohren und eine längere Schnauze, ist also weniger Kleinspitz als unser Mittelspitz ;-) - verwandelte sich auf uncharmante Art und Weise in einen Chihuahua. Der hatte vor Panik - trifft ja nie wirklich ernsthaft auf andere Hunde - so riesengroße Augen, dass ich fast dachte, dass die ihm ausfallen. Hinterhältig, wie ein Spitz sein kann, ging er bei seinem Herrchen in Deckung, aber als Pico ihn erkannte und als "Idioten" freiwillig den Abstand suchte - ging das kleine Mistvieh ab.
Ja, es ist ein Problem, dass er nicht wirklich laut bellen kann. Würde er es, hätte man vermutlich mehr Erziehungsarbeit geleistet. So hört sich das nur süß an und er hat sich zu dem entwickelt, was man sich grundsätzlich für seinen Hund nicht wünscht.
Ich bin jedenfalls froh, dass ich mit Unserem getan habe, was ich getan habe. Unglaublich viel Kontakt zu anderen erwachsenen Hunde - schon in frühem Prägungsalter, das Gefühl eine Stellung in einem Rudel zu haben, auch wenn dies eine niedrige ist und Führung, Führung, Führung, Führung - sanft aber konsequent.

Montag, 20. April 2020

Vier Jahre später...

Wir sind ein gutes Team geworden, der kleiner Kerl und ich.
Aber jetzt, mit bald sechs Jahren scheint es los zu gehen mit dem, was man als Mensch auch im Alter bekommt - erste Probleme mit dem Bewegungsapparat. Der linke vordere Oberschenkel ist leicht geschwollen und tut so weh, das er humpelt. Es wird beim laufen besser, wenn er kurz sitzt oder liegt, wird es wieder schlimmer. Beim Untersuchen hat er mich gebissen. Es tut also RICHTIG weh!
Ja, ich könnte schnell in die Tierklinik gehen. Aber nach meinen letzten Erfahrungen, bekomme ich dort sowieso erst einmal nur ein Schmerzmittel, was er sich nicht geben lässt. Die Schmerzspritze wirkt sage und schreibe zwei Stunden, gegen Entzündungen sollte man sowieso erst nach ein paar Tagen mit AB rangehen.
Und da Lisa in drei Wochen ihre Abiprüfungen hat, ist jeder Gang in Gemeinschaftsräume ein Corvid19-Risiko.
Also muss ich selbst rumdoktoren. Symphytum habe ich dämlicherweise mal verschenkt. An wen - keine Ahnung. (Ach doch, aber dahin ist der Kontakt abgebrochen.) Bis das hier ist, muss ich mir erst einmal anders helfen. Die Kytta-Salbe, die die gleiche Wirkung hätte, ist unauffindbar. Zum Glück ist der Mann heute auf der Arbeit, kann er auf dem Rückweg einmal in die Apotheke abbiegen. Hab jetzt erst mal Rescue-Salbe drauf und Zinkum udn Cammomilla in den Hund gegeben. Er humpelt stärker - dank Rescue, aber ich weiß, dass der Schmerz dann nach lässt.
Ach verdammt, ich hasse es, wenn meine Lieben leiden.

Dienstag, 9. Februar 2016

Nicht geahnt

Der kleiner Kerl ist hier, damit er der Kleinen hilft.


Vorgestellt habe ich mir etwas ganz spezielles, ein Tier, dass hilft, wenn man ihm einen Befehlt gibt, dass er mal den Stift auf hebt, oder einen herunter gefallenen Fahrschein... - so etwas.
Ich bin mit Tieren aufgewachsen - mit Hühnern, Enten, einem Wellensittich, den ich selbst gezähmt habe. ;) Da dies alles selbstverständlich war, ist mir nie bewusst gewesen, was diese Tiere für mich bedeutet haben. In Reflektion war es leider immer Arbeit, ein Bruch im Spiel mit Freunden, die keine Tiere hatten und auch kein Interesse an meinen Aufgaben...
Vor einigen Tag fiel mir auf, dass die Lütte nicht nur langsam aber stetig nach vorne strebt. Ihre Matheschwäche hat sich langsam verwachsen, die Sprache wird immer besser, langsam wird sie sauber, sie versucht auch immer wieder, alleine zu stehen... Ganz wesentlich für uns zu lernen war, dass ein Kind mit Handicap vor und während der Entwicklungsschübe so extreme "Rückschritte" hat, normalerweise - das hat uns immer sehr mitgenommen...
Seit nunmehr einem Jahr, seitdem hat sie sich mit Hund hier eingelebt, gibt es diese Einschnitte nicht mehr! Wie auch immer das passiert, ich habe meine Beobachtungen die letzten Tage lesend bestätigt bekommen - es ist wissenschaftlich erwiesen, dass dies so genau richtig ist und daher muss ein Tier eigentlich wirklich keine strenge Ausbildung durch machen, die pure Anwesenheit ist absolut ausreichend, um einem Menschen mit Handicap ein Weg in ein selbstständigeres Leben zu ebnen!

Ich bin ziemlich perplex aber gleich noch einmal mehr glücklich, dass wir uns diesen Wuschel geholt haben!

Samstag, 16. Januar 2016

Silvester

Ich reiche mal nach, den Beitrag, um den mich so ziemlich jeder Hundebesitzer beneiden wird.
Mein Hund ist cool, Silvester betreffend...

Natürlich wird er verwöhnt, von daher sitzt er uns zu Füßen und möchte "MEHR!"





"Ach komm, da geht NOCH MEHR!"


"Man Ey, alle dürfen raus, nur ich muss mit IHR hier bleiben!"
(Ich habe ihm im letzten Jahr gezeigt, wie unschön es draußen ist und wollte es in diesem Jahr trotz der eingeschnappten Schnute nicht wieder probieren. ;))


"Na gut, wenn hier nichts mehr passiert, leg ich mich mal schlafen!"

Montag, 7. Dezember 2015

Eineinhalb Jahre

Der Stichtag ist schon ein paar Tage her, aber so alt ist nun der Hund.

Mittlerweile musste ich die Betrachtungsweise komplett ändern. Hier erzieht nicht der Mensch den Hund, nein, der Hund leitet den Menschen an, sich sozial zu verbessern.
Gerade eben habe ich gelernt, dass Nichtbeachtung eines Hundes aufzeigt, dass man ihn respektiert. Dies wiederum bedeutet, dass ein Leithund alle seine Rudelmitglieder respektiert, weil er sie nicht beachtet. Funktioniert im Rudel aber super, weil keiner der Hunde möchte "nutzlos" sein. Also sucht er sich eine Position, die ihm gut liegt und mit der er den besten Beitrag für sein Rudel leisten kann. Fühlt sich dabei jemand übertreten, weil er glaubte, dass das seine Aufgabe war, kann er sich da zwar beschweren, aber grundsätzlich bedeutet es nur, dass er diese Aufgabe nicht gut genug ausgefüllt hat. Er hat also grundsätzlich etwas "anderes" gemacht. Bei genug Freifläche, guter Fütterung ist hier eine Aufgabe protestlos weitergegeben worden. Gibt es Streit, zieht sich der Klügere zurück und sucht sich eine neue Position. Sind Spannungen im Rudel, schreitet der Leithund ein, aber nur dann.

Switchen wir mal das Ganze ins Menschenleben, müsste es ja bedeuten, dass jemand in einer Firma arbeiten möchte und die Firma sich sicher ist, dass sie zu wenige Arbeitskräfte hat, er also dort problemlos dazukommen kann. Dieser neue Mitarbeiter läuft durch alle Abteilungen, um im Prozess zu lernen, worum es bei der Aufgabe in der Firma geht. Er durchläuft alle Stationen und findet selbstständig eine Lücke, die er mit seiner Kompetenz ausfüllen kann. Der Mitarbeiter, der eigentlich dachte, das ihm diese Aufgabe läge, ist froh, dass er jemanden hat, der ihm dieses "zu viel" ab nimmt und arbeitet konzentriert dort weiter, wo er sich hineingebissen hat. Der Betriebsleiter hat selbst nur die "Lücke im System" erkannt, das richtige Gespür für die Situation bewiesen und seinen Mitarbeitern das vollste Vertrauen zukommen lassen, dass sie bereit sein würden, kompetente Hilfe in ihrem Arbeitsprozess so anzunehmen, wie es kommt.

Kann sich das jemand vor stellen?
Nein!
Und deswegen muss man so tun, als würden Hunde zu Therapiezwecken ausgebildet werden müssen! Sie müssen nicht. Sie müssen nur trainiert werden, selbstständig in gewohnten Situationen trotz falscher sozialer Verhaltensweisen zu funktionieren, als würden sie in einem "normalem sozialem Umfeld" agieren dürfen.

Ich glaube, wir müssen viel neu lernen und der Satz: "Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht." hat weitaus mehr Bedeutung, als ich vor meinem Hund begreifen konnte.

Donnerstag, 17. September 2015

Rhodesian Ridgeback

Der Name fiel neulich bei eienr Freundin am Grill aus der anfänglichen Eisenzeit. Bis dato hatte ich keine Ahnung, was das für ein Hund sein könnte, seit gestern WISSEN wir das! ;) Wobei natürlich das Erlebnis meiner Unbedachtheit geschuldet ist und das kam so...

Klein Spitzchen hat seinen offenen Tag, aber eigentlich keine Lust, außerhalb der Laufgebiete läufiger Hündinnen "durch die Gegend zu rennen". Mir egal. Am Zaun bellt ein kleiner Nordfolk Terrier, wir gehen "Hallo" sagen - Pico ist ja vorsichtig. Zurück auf der anderen Straßenseite, kommt auf der gerade verlassenen Seite ein Mann mit einem GROßEN Hund daher, klein Spitzchen im Kennenlernrausch - vielleicht meint er ja auch, dass eine Hündin da kommt? ;) Jedenfalls wechseln wir zurück auf die falsche Straßenseite und jetzt sehe ich, der SEHR GROßE Hund ist nicht angeleint, ok... Abwarten. Mein Hund sieht die angespannte Haltung des auf uns zukommenden SEHR SEHR GROßEN Hundes und er zuckt - ich hätte auch zucken sollen und schleunigst die andere Straßenseite MIT dem Hund aufsuchen - tat ich aber nicht und eigentlich war die Frage des Halters "Rüde?", das leichte Anlaufen des Hundes, sein Beißen, das unterwürfige Quietschen meines Hundes, mein schneller Blick auf die Straße und das Loslassen der Leine, das mehr Kullern als Rennen meines Hundes AUS der Reichweite der großen Hundes eine gefühlte Sekunde - endlos lang!

Warum war das passiert? Dumdidum...
Der Rhodesian Ridgeback wohnte genau dort, wo wir gewartet haben und gefühlt ist im Moment im gleich nebenan befindlichen Laufrevier JEDE Hündin läufig und da kann natürlich ein großer stolzer sehr potenter Rhodesian Ridgeback, keinem kleinen Spitz, der dank eingekringeltem Schwanz definitiv IMMER am Rangniedrigsten ist, nicht auch nur ansatzweise mit irgendeiner Markierung seiner Duftstoffe, in seinem Revier belassen. 

Jaja, der Halter von dem Rhodesian Ridgeback hätte das auch wissen müssen, aber der hat bestimmt einen Tag lang an meinem Satz: "Ich weiß ja, wo Sie wohnen!" zu knabbern gehabt. ;)

Dienstag, 4. August 2015

Indiana Jones

 'Nein, hier geh ich auf gar keinen Fall lang!'


'Ok, wenn ich schon mal hier bin, versuch ich es noch einmal...'




'...ganz ganz vorsichtig...'




'...wenn ich die Tatzen nur AUF die Bretter setze...'




'...könnte es möglich sein, dass ich nicht im Wasser unter uns ertrinken muss!'






Wir sind da insgesamt viermal drüber und leider habe ich vom Endergebnis kein Video gedreht, aber er sah damit wirklich aus wie 'Indiana Jones' - sehr sehr cool, weil keine Schlangen da waren.

Mittwoch, 24. Juni 2015

Wachhund

Ich musste heute zur Schule der Kleinen, hatte die Schwimmsachen vergessen. Kurz vor der Schule erst habe ich mir Gedanken über die Verfassung des Hundes gemacht, wenn ich in der Schule verschwinde. Zum Glück kam ich beim Anbinden auf die Idee, dem Hund eine rassetypische Aufgabe zu geben und stellte seine Leckerli-Dose mit da hin.





Das hat super geklappt - guter Wachhund!

Samstag, 20. Juni 2015

Die Ausbildung zu einer Führungspersönlichkeit...

...kostet bestimmt einiges an Geld, ich habe das mit Hund inklusive.

Vorgestern begegneten wir einem Höckerschwanenpaar, dem ich aber schon von Weitem an sah, dass sie ohne Nachwuchs sind. (Hatte ich sowieso während des Brutvogelmonitorings schon erkannt.) Trotzdem war der Schwanenmann sehr am Zischen. Eine Situation, die der kleine Hund nicht kannte und daher der Meinung, war, dass man auf das Abbruchsignal nicht hören muss. Vielleicht habe ich es aber auch zu spät gegeben.


Also beäugte er erst einmal dieses weiße "Dingens", was ihn anzischte und "schlich" sich mal langsam an die Situation heran - "schlich" im Sinne von Jungsspitz schleicht. ;)


Jetzt befand auch die Schwanendame, dass der Hund zu nahe sei und verstärkte die Frontenlage. Der Wachhund ging auf "Verteidigung" und setzte seine Stimme mit ein.


Die Schwäne befanden nun, dass sie beide auf die Seite kommen müssen, auf der der Spitz sich auf hält und beide sich noch einmal vergrößern mussten, also beide die Flügel anhoben.


Auch der kleine Spitz hatte alle Haare, die ihm zur Verfügung standen aufgestellt, der Größe der Schwäne konnte er dabei aber nicht gerecht werden.

Hier befand ich, dass eine Extremsituation aufgebaut war, aus der beide Fronten nicht mehr heraus kommen können. Wertfrei, ohne irgendwen der beiden Parteien direkt anzusprechen, bin ich in die Frontlinie getreten, habe dem Schwanenpaar den Rücken zugedreht und den Hund mit der Hand aus der Situation dirigiert.

Hinterher fiel mir dann auf, dass es so vermutlich auch in Führungspositionen sein müsste. Man lässt eine Situation rollen, verlässt sich auf das KnowHow und die Empathie der entsprechenden Mitarbeiter, Kunden etc. pp. und erst in dem Moment, in dem alle Parteien nicht mehr in der Lage sind, die Lage selbst zu regeln, leitet man die Partei, die am Besten führbar ist, aus der Situation heraus, ohne hinterher irgendwem die Schuld in die Schuhe zu schieben.
Dazu braucht es natürlich viel Feingefühl, aber vor allen Dingen einen freien Kopf, was den Spruch: "Wer führen will, sei frei von Arbeit." absolut belegt.

Immerhin weiß ich jetzt, was ich in der Vergangenheit nicht wissen konnte - danke Pico!

Donnerstag, 18. Juni 2015

Fotosession

"Ich habs's versucht, Gott weiß ich hab's versucht..." *träller*

Zuerst habe ich ganz heimlich das Handy gezückt.


Da war etwas Anderes SEHR SEHR spannend! ;)


Aber dann "sah" der Hund, dass ich "nicht bei der Sache bin".

Und so musste er denn nun seinen Job erledigen.

Sichern wir mal diese Seite genau ab.

Und nun die andere Seite.

Nein, da vorne ist etwas SEHR Verdächtiges!

Vielleicht aber auch auf dieser Seite?

'Und bevor sie mich dann vielleicht doch noch mal im Portrait bekommen könnte, kneif ich mal lieber die Augen zu!'

Ich fürchte mal einfach, ich bin ihm wirklich nicht aufmerksam genug. ;)

Sonntag, 10. Mai 2015

Nine Month

1. ACHTUNG: Es wird philosophisch. ;)
2. Ich habe mich leider im Datum geirrt (es wäre der 2.5. gewesen), aber das kann ja mal passieren. :)





Neun Monate mit Hund - was er mir dabei beigebracht hat...
Die Welt ist nicht binär.
Nicht das ich das nicht schon "gewusst" habe - vielleicht sollte man eher sagen "gespürt", weil es das besser trifft und ein Bewusstsein gegenüber "geahnt" schafft. Das heißt, alles, was Literatur so fest definiert ist nur ein kleiner Teil der Wahrheit. Bisher habe ich ausschließlich bei Cesar Milan so etwas gelesen. Er geht immer von seiner Erfahrung aus ala: "Bei meinen Hunden habe ich...", was suggeriert 'Versuch es, aber es kann ganz anders sein.'. Schön fand ich in der letzten Woche auch seinen Satz: "Hunde sind zu bestimmten Nutzaufgaben gezüchtet worden. Schau dir diese Aufgaben an und du wirst Deinen Hund besser verstehen."
Genau.
Und ich bin immer noch dankbar dafür, dass ich einen Spitz habe. Pico besitzt etwas, was Menschen verlernt haben - Sozialkompetenz (Familien- und Wachhund!) und die daraus zu schlussfolgernde Eigenschaft des Teamplayings. Vermutlich machen das die meisten Hunde (ihnen wurde ja die Sozialkompetenz nicht ausgezüchtet und in ihrem Bewusstsein konnte sich kein "negativer" Erfahrungspool bilden), aber bei den Spitzartigen kommt es nach meinen bisherigen Beobachtungen am Deutlichsten zum Vorschein. Von daher konnte ich die 5er-Regel (Gebe einen Befehl und zähle heimlich bis "5", dann reagiert ein Spitz) irgendwann ablegen. Pico reagiert unglaublich in unterschiedlichen Situationen und ich fand keine Erklärung (binär ;)) dafür. Interessanterweise gibt es aber so etwas wie eine "Regel", so unglaublich sie auch sein mag - sie ist unberechenbar, also nicht binär. ;) Erscheint eine neue Situation, versucht mein Hund alle "umherschwirrenden" Gedankenstränge aufzuschnappen und kann dadurch durch eine neue Situation durchflutschen, ohne für sich selbst den größten Schaden zu nehmen, so seine "Programmierung". Während wir Menschen unseren Pool an jahrelanger Erfahrung abgreifen, ist der Hund durch diese Situation hindurch geschlüpft, nicht immer so, wie "ich" und alle daran beteiligten menschlichen Personen dies für "sinnvoll" erachten.
Situation: Menschen mit zwei Hunde begegnen sich, ich denke "Ah kenn ich, alles ok", mein Hund stürmt los, um anderen Hund zu begrüßen. Gegenspieler "denkt": 'Scheiße, dass ist ja wieder diese doofe Spitze, der kläfft.', Pico fängt also an zu bellen, wurde ihm "erlaubt". Kennen wir eine Person nicht, der wir begegnen, kann diese Situation gut ausgehen, wenn die andere Person "entspannt" ist. Ist sie es nicht, ist sie für Pico unberechenbar, weil viele Gedankenstränge umherflitzen oder aber vielleicht sogar Angst alles Berechenbare überlagert. Also läuft er los und schreit den Menschen an: "Los, konzentriert dich endlich, damit ich weiß, wie ich Dich zu nehmen habe!", versteht die andere Person natürlich nicht, hat noch mehr Angst und der Hund wird noch nachdrücklicher. Toll. ;) 
Warum aber macht Pico solche Kläffaktionen auch bei Joggern, Walker, Radlern (da ja nicht immer!!!), Bussen , Autos? Auf sportliche Erfolge ausgerichtete Personen befinden sich in einem Rauschzustand und sind damit was? Ja, unberechenbar für den Hund. Sitzen in Bussen und Autos mehrere Menschen drin, ist Teamplaying unmöglich, weil man den groben Handlungsstrang nicht erkennen kann, Bei Autos ist es wirklich so, dass bei Menschen, die ihm schon einmal außerhalb seines Heimes begegnet sind, keine Probleme gibt, aber alle, die er bereits angebellt hat (und da gibt es noch eine andere Regel als die des nicht berechnens), fahren sauer vorbei. Ist Euch das schon mal bei Postaustos aufgefallen? Manche Postautos werden böse angekläfft, bei einigen rennt der Hund nur "normal kläffend" mit, um sein Revier zu kennzeichnen. Jep, der Fahrer der Postautos, die angebellt werden haben Angst oder sind im eigenen Dauerstress gefangen.
Stress ist also etwas, bei dem wir Menschen unbrechenbar sind und ich kann das aus Rückblendung bestätigen.
Lange habe ich mich gefragt, wieso mein Hund funktioniert und warum andere Hunde mich verstehen. Ich mag Hunde, seit ich selbst einen habe, aber ich habe auch meine Grenzen. Selbst wenn ich einen Hund gerne mag (die kommen dann wirklich mit mir mit), geht er mir irgendwann auf die Nerven, weil die Freude und Anhänglichkeit sich logischerweise auch gegen meinen Herzprinzen richten und dann meine ich wohl ziemlich eindeutig, was ich sage.
Im Teamplay mit dem Herzprinzen passieren da oft widersprüchliche Dinge. Ich sage etwas, meine es aber ganz anders und Pico weiß nicht wirklich, was ich von ihm will. Er reagiert, mittlerweile weiß er, was ich meinen könnte ;), braucht aber immer wieder eine Bestätigung in Form eines Leckerlis. Seit einigen Tagen habe ich mich nämlich gewundert, wieso er nicht mehr an kam, obwohl oder trotzdem ich ihn korrigiert habe und dann wurde mir klar, dass ich knapp vor der verbalen Korrektur meine eigene Handlungsweise korrigiert hatte.
Führung. Ich finde, das ist totaler Quatsch. Der Herzprinz verlässt sich komplett auf das Teamplaying. So lange man in Interaktion miteinander ist, "überlässt" er mir die von mir gewünschten Handlungsfelder und macht das, was "übrig bleibt", natürlich in seiner eigenen Interpretation bzw. in seinem Verständnis von Teamplaying. Zum Glück habe ich in den neun Monaten schon gut lernen dürfen, wo seine Kompetenzbereiche liegen. Er hasst es, Verantwortung zu übernehmen, ist aber pflichbesessen und macht es, leider dann überkorrekt. Speziell dann, wenn er müde ist, wird es fast unerträglich und dann muss ich ihn natürlich aus diesen eigenen Verantwortungsbereichen befreien.
Ich habe also gelernt, dass ich in Situationen, die ich selbst nicht wirklich überblicken kann, die Leine einsetzen muss, damit ich ihn an meinen Gedankenstrang "fessle". Menschen mit Angst kann ich mittlerweile auf einen 50-Meter-Bereich erkennen, auch hier ist die Leine ein super Schutzmittel für die Berechenbarkeit der Situation. Ich LIEBE Spaziergänge, in denen wir kaum Menschen begegnen, weil wir damit wirklich die alleinigen Teamplayer sind. Ich LIEBE sein Teamplaying in der Familie! Ich finde es mittlerweile nicht mehr beschämend, wenn er Besuchern hier auf unterschiedlichste Weise anzeigen mag, dass er hierher gehört und dazu auch die vollste Kompetenz hat. (Jep, da muss ich arg korrigieren!)
Und ich freue mich auf viele viele weitere Monate, in denen er mir zeigt, wie diese Welt WIRKLICH funktioniert, ich vieles schon lange richtig mache, aber wie viel mehr ich selbst noch lernen muss.
Danke, Du großer Kleiner!!

Mittwoch, 22. April 2015

Pico - der Hund mit der schwarzen Maske

Nun ja...
Im Rudel, also bei der Sozialisation zeigt sich, der Kleinste und Jüngste der Hundeschar macht sich dran, bei Streitigkeiten dazwischen zu gehen und zu schlichten - auch wenn das vermutlich für Menschen nicht so ausschaut. So ein ganz kleines bisschen habe ich das Gefühl, dass das an der Rasse liegt. Ähnliches kann ich auch bei dem Samojeden und dem Elo erkennen. Der Spitz ist ein Streber! ;)

Heute nun hatte ich das zweite Mal im Alleingang das Erlebnis...
Cookie, immer liebster Spielkumpel, weil ungefähr gleich alt, scheint weniger sozialisiert zu sein wie Pico. Vielleicht ist es ja auf dem Trainingsplatz ausschließlich das Training wichtig und die Hunde können untereinander nicht Grenzen austesten, so wie wir das beim gemeinsamen Spaziergang haben? Nun ja. Wir treffen Cookie immer mal wieder und mittlerweile sehe ich den nicht mehr gerne. Neulich flitzte er im Vollspeed an mir vorbei zu einem kranken Hund an der Leine, in den er sich verbiss, bis der Halter seinen armen (großen!!) Hund hoch hob, um ihn vor dem übermütigen Hund zu schützen. (Der brav "Nichts" tat, als seine Halterin um die Ecke kam, die ihn dann für sein braves Verhalten lobte, weil ja im Gegensatz zu allen anderen Hunden lieb war.) Pico lief mit erhobenem Kopf und seiner Streberohrenstellung weg und wurde RICHTIG sauer, als Cookie auch gleich noch mal über ihn her fiel.
Ich kenne den Hund mittlerweile gut und dies habe ich so bisher noch nicht erlebt. Vielleicht fühlt sich Pico Cookie gleichgestellt, vielleicht ist Cookie aber auch aus seinen Erfahrungen im Rudel heraus verhaltensgestört und Pico verhält sich ihm gegenüber wie ich, wenn ich pöbelnde Jugendliche treffe? ;)
Wie auch immer. Ich hatte heute eine Dorngrasmücke in den Gartenanlagen und konnte es kaum glauben, als ich wieder einmal ungebremst umgelaufen wurde und freudig hopsend Pico von Cookie begrüßt wurde. Pico freute sich auch - gefühlte zwei Sekunden. Dann verwandelte sich das Spitzchen in das, was von allen Leuten gefürchtet wird - in einen sauwütenden giftig knurrbellenden und beißenden schwarzen Wollknäul. Immerhin, Cookie erkannte auch hier die gesetzte Grenze nicht ein und bevor wirklich Blut fließt, befand ich es als schlau, einzugreifen. Einmal hart in die Hände geklatscht, jedem Hund eine Anweisung gegeben und alles wäre gut gegangen - wäre nicht die Halterin von Cookie auf der Bildfläche erschienen und hätte damit meine Autorität weggewischt - ich habe sie begrüßt und den Fokus von den beiden Pubertieren genommen.
Also musste ich meine Wutkugel an die Leine nehmen und abführen - sehr mies, weil der liebe süße Aussie in Kleinformat immer noch in 5-Sekundentakt die Grenze meines kleinen "Rächers der Schwachen" ;) übertrat.
Das kann ja heiter werden, erst Recht mit dem Wissen um die Angst von Cookies Halterin vor meinem kleinen schwarzen Spitz...

Dienstag, 31. März 2015

"Egal ob es regnet, stürmt oder schneit, Du MUSST IMMER raus!"

Heute morgen stand Spitzchen vor dem Bett, mit spitz aufgerichteten Ohren und einer freudigen Körperspannung - es ist D-Day! ;)
Irgendwas grummelte in seinem Bauch, also raus. 15 Minuten später stand er am Fenster - "Will wieder rein!", Fell komplett verschneit, ab unter den Tisch, Schnauze nebst Schwanz und Ohren zusammen mit dem Kopf auf den Boden drücken, ab unter Bett oder doch Tisch oder Stuhl oder doch Couch (unter die "man" nicht mehr passt ;))? Das Bett gewann und kein Hundename des neuen Rudels bewegte den Hund darunter wieder hervor zu kommen.
Und was mache ich jetzt mit so einem langen Vormittag? ;)

Sonntag, 29. März 2015

Sozialisation II

Umsetzung Teil zwei ist angelaufen.



Wir haben uns der örtlichen festen Hundetruppe in den Lankower Bergen angeschlossen. Dies bekommt nicht nur dem Hund gut, nein, auch die Halterin profitiert vollkommen davon. Aber hier geht es ja nur um den Hund.
Ich gehe also zweimal die Woche 20 Minuten mit dem Hund zu einem fest definierten Treffpunkt, um dann dort mit wenigstens drei Hunden nebst HalterINnen zu laufen. Dabei passieren natürlich immer noch akute Pannen, aber es ist schön, wenn mir das nicht nur alleine so geht. Ordentlich eins auf die Mütze, hat der Hund auch schon bekommen! ;)
Eine Halterin hatte sich einige Wochen aus der festen Runde ausgeklingt, weil der größte Teil der Hunde unkastrierte Rüden sind und ihre Hündin nicht nur in der Läufigkeit gut riecht, nein, sie muss DIE Duftbombe schlechthin sein. Also so etwas wie Dolly Buster in menschlichen Maßstäben. Also dann war die Maus nicht mehr läufig und kommt nun wieder mit auf der Runde. Was passierte mit dem Poohbärtier? Der kriegte sich nicht mehr ein und war nur mit elastischem Hüftschwung auf ihr drauf. Soll er nicht, also musste ich ihn immer wieder runter holen. Ja, ich kam mir schon vor wie eine eifersüchtige Mutter... (Und das fühlt sich unendlich ALT an! ;)) So lange ich neben der Hündin stand war alles ok, sobald sie außerhalb meiner Reichweite war und Picospitz wusste, dass ich nicht schnell genug da bin, war er wieder am "rammeln". Sehr witzig schon, WO er das gemacht hat - also eher den Rasen unter der Hündin besamt ;) und dadurch, dass er wirklich der Kleinste ist, ist das für die Labradordame auch eher witzig, nahm ihn außer mir keiner ernst. Die menschlichen Begleiter haben am Ende mitgeholfen, es half aber nichts.
Bis Elmo auftauchte. Mein zirkulierendes Hormonbündel beschnupperte auch diesen Hund unter Missachtung aller Privatsphären, Elmo kommentierte das kurz mit einem "Grr!", das Poohbärtier merkt nichts und Rüde befand "DAS REICHT!", stürzt sich wild beißend auf den kleinen abgedrehten Rüden, woraufhin irgendwie alle Rüden der Truppe aufeinander los gehen. Alle Menschen in totaler Panik, ich hatte aber meinen Hund soweit im Griff, dass ich ihn rausgezogen bekommen hätte. Es gab einen blutigen Fellabriss, ansonsten war alles ok.
Und siehe da, das Hormonpropellertier hat kapiert, läuft ab da nur noch mit dem Sohn der Dame rum, kabbelt und balgt sich und ist so ausgelastet, dass er "Altkumpel" Cookie bei Treffen behandelt ala: "Geh mir weg du Penner, Du bist echt unreif!" und wenn der mit der Dame ihrer beider Herzen hoch erhobenen Hauptes abstampft, dreht sich Pico weg ala: "Ach lass mal, ich hab ne viel schärfere Dame zu laufen als du!" *lol* (Und nun kann ich ihn auch wieder ohne Leine alleine durch "unsere" Gartenanlagen führen.)
Soziale Wesen brauchen also ein großes soziales Umfeld. Das trifft nicht nur für mich, sondern auch auf unseren Hund zu.

Wir Menschen waren auf alle Fälle gemeinsam auf unserer Runde am Müllsammeltag von Schwerin in den Lankower Bergen Müll sammeln. Ich kenne jetzt bereits den Baumbauftragten von Schwerin, habe schon jemanden von der städtischen UNB kennen lernen dürfen, wusste, wann sich der Ortsbeirat trifft und habe mir das auch angehört und verbreitere damit meine beruflichen Kontakte auf meinen Heimatort. Wer hätte das gedacht! ;)

Dienstag, 3. März 2015

Neuer Futternapf





Als über Weihnachten der kleine Kerl anfing, sein Futter zu verweigern, habe ich mit einer Nachbarin darüber geredet. Und weil die den kleinen Spitz so gerne mag - sie hatte als Kind selbst einen, hat sie für ihn diesen süßen Napf getöpfert! Von der Seite ist Pico noch mal aus seitlicher Perspektive drauf gemalt.
Ich bin ein bisschen sprachlos...

Montag, 2. März 2015

Neue Laufreviere





Problemhund

Tja, da denkt man, man holt sich einen kleinen Welpen und alles wird gut - muss es aber nicht! :)
Mittlerweile haben wir das Problem, dass der kleine Hund bei Hunden in seiner Größe das Zittern vor Anspannung bekommt, schon auf einer Entfernung von 500 Metern den Rennimpuls bekommt und nur dank der Tatsache, dass er klein ist und wohl auch nur noch 5kg wiegen wird (dank Fressverweigerung), zu händeln ist. Hündinnen mit Hormonen, die einfach nur in Richtung "Hündin" gehen bewegen ihn dazu wild schnaufend das Gelände aufzuwühlen und nichts mehr um sich herum mitzubekommen. Er sah mich kaum noch (an), heulte den nicht vorhandenen Mond an und war einfach nur, eine breite Spur neben sich! 
Ja, ich konnte langsam verstehen, wieso man ernsthaft über Kastration nachdenkt - mich persönlich nervt allerdings mehr die Fressverweigerung als seine Unausgeglichenheit, die man ja durch gute Führung (mein Dank geht da an Cesar Milan!!!) und eine ständige Beobachtung und Korrektur des eigenen Verhaltens hin bekommen kann.
Da Pico aber eigentlich grundsätzlich ein Problem mit dem Auto fahren hat, was mich in meiner beruflichen Tätigkeit einschränkt, habe ich Gabi Wienker gebeten, mir dabei zu helfen. Dank der Tatsache, dass Quantenphysik zeit- und raumlos ist, kann man so etwas "einfach so" begleiten lassen. Grundsätzlich versprach Gabi mir aber vorab, dass sie mir definitiv NICHT beim Fressproblem helfen würde. Spannend ist nun, dass dies zuerst gelöst werden musste, DENN dieses ganze pubertäre Rumgewusel, die Unausgeglichenheit kommt zwar indirekt von der Pubertät, direkt aber von Picos Verweigerung "normal zu fressen". Ich hatte ja schon einmal so einen unausgeglichenen Welpen, den ich dank eines langen Telefonates mit Gabi und der Veränderung des Futters "in die Spur" bekommen habe. Da aber die Grundlagen schon bei der Mutter gefehlt haben müssen, hat Pico natürlich grundsätzliche Defizite die im Fall einer Fressverweigerung schnell zu einem großen Problem für ihn werden, wie gerade...
Gabi hat aufgelöst, was meinem Hund fehlt und gute Tipps gegeben, wie ich ihn da wieder auf die Spur bekomme, auch mit seiner Fressverweigerung und gemeinsam mit ihrer Reiki-Behandlung ist mein Pico gerade wieder mein Pico. Ich bin mir sicher, dass wir "den Rest" auch hinbekommen werden.